Content Marketing und AIDA-Formel: Alt trifft Jung

Content Marketing ist v.a. im Online-Bereich eine entscheidende Marketing-Technik. Denn die Vermittlung von neutralen Inhalten dient nicht nur der Gewinnung von neuen Kunden, sondern auch dazu, Kunden zu halten bzw. zu binden. Ein Werkzeug dafür ist die sog. AIDA-Formel.

Die AIDA-Formel

Die AIDA-Formel wird heute u.a. in Werbestrategien, werblichen Aktivitäten, Verkaufsgesprächen, in der Moderation und im Content Marketing angewendet. Die grundlegenden Prinzipien der AIDA-Formel, auch AIDA-Modell genannt, werden auf einen Aufsatz von Elmo Lewis, einem US-amerikanischen Werbestrategen, aus dem Jahr 1898 zurückgeführt. Das Akronym „AIDA“ steht für ein Werbewirkungsprinzip, das auf vier Stufen basiert. Es setzt sich aus den vier englischen Bezeichnungen für die einzelnen Phasen der Formel zusammen:

Attention (Aufmerksamkeit)
Interest (Interesse)
Desire (Verlangen)
Action (Handlung)

Content Marketing

Im Vergleich zur AIDA-Formel ist Content Marketing eine sehr junge Marketing-Technik. Im Gegensatz zur Werbung, wie zum Beispiel mit Bannern oder Spots, werden beim Content Marketing nicht nur die positiven Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung herausgestellt. Vielmehr geht es darum, nützliche Informationen, weiterführendes Wissen oder Unterhaltung zur Verfügung zu stellen. Dabei orientiert sich das Content Marketing in seiner Ansprache und Thematik an der Fachpresse sowie Beratungs- und Unterhaltungspublikationen. Typische Formate des Content Marketings sind Texte, wie Blogbeiträge, E-Books, White Papers, Videos, sowie Bilder oder Podcasts.

Content-Marketing und AIDA-Formel: eine Zusammenführung

Bei der Zusammenführung von Content-Marketing und AIDA-Formel geht es um Frage, was die AIDA-Formel im Content Marketing leisten kann. Während im AIDA-Modell der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen im Vordergrund steht, fokussiert Content Marketing, wie beschrieben, auf Information, Beratung und Unterhaltung. Was nützt jedoch der beste Inhalt, wenn er nicht rezipiert wird? Dies ist jener Punkt, bei welchem die AIDA-Formel zum Einsatz kommt.

Aufmerksamkeit (Attention)

Bei der Vermittlung von Inhalten ist das Um und Auf, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Denn der potentielle Leser entscheidet blitzartig, ob er den Text lesen will oder nicht. Daher muss die Überschrift den Leser überzeugen.

Interesse (Interest)

Damit der Leser den gesamten Text liest, muss die Einleitung das Interesse des Lesers wecken. Denn an dieser Stelle entscheidet er, ob es sich für ihn lohnt, weiterzulesen.

Bedürfnisse (Desire)

Hier geht es darum, den Leser davon zu überzeugen, dass der Text dem Leser einen Mehrwert bietet. So helfen Ratsuchenden beispielsweise Tipps oder Anleitungen.

Handlung (Action)

Ein direkter Call-to-Action, wie eine Handlungsaufforderung in der Marketing-Sprache genannt wird, muss nicht zwingend Bestandteil des Textes sein. Außerdem muss die Handlung nicht zwangsläufig ein Kauf sein, sondern kann sich auf das Schreiben eines Kommentars oder das Abonnieren eines Newsletters beziehen.